Автор Тема: Немецкие пороховые фабрики. Конец 19 – начало 20 вв.  (Прочитано 20550 раз)

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Кельн. Следующие 16 символов зарегистрированы в качестве товарных знаков компании «Vereinigte Köln-Rottweiler Pulverfabriken» в Кельне после регистрации 28 сентября 1893 года в 5 часов вечера, а именно:
1 для пороха любого вида: №№  800, 801, 802, 803, 804, 805, 806, 807, 808, 809, 810, 911, 812, 813
2 для взрывчатых веществ, называемых «Securit» № 814
3 для охотничьих патронов: № 815

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Торговые знаки, зарегистрированные в 1918 и 1919 году.

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Зарегистрированные в 1904 и 1909 году торговые знаки фирмы Vereinigte Köln-Rottweiler Pulverfabriken.


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Зарегистрированные в 1895, 1910, 1917 и 1918 году торговые знаки фирмы Vereinigte Köln-Rottweiler Pulverfabriken.

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Brilon, 11. Juli. Unter der Firma Sprengstofffabriken Hoppecke A.=G. in Hoppecke bei Brilon, Sitz Hamburg, ist dieser Tage ein neues Unternehmen zwecks Herstellung von Dynamit und Sprengstoffen gegründet worden. Die Fabriketablissements sollen auf dem Rittergute Hoppecke, welches den Mitgründern der Gesellschaft, Herrn H. Jansen und Frl. M. Jansen von hier gehört, errichtet werden. Zum Direktor des Unternehmens ist der Kaufmann August Johannes Meyer in Hamburg bestellt worden.
(Газета Central-Volksblatt für den Regierungsbezirk Arnsberg № 156, 12/07/1905)

Sprengstofffabriken Hoppecke A. G., в 1909 году зарегистрировала торговую марку «Dominit» для «порох и соответствующие патроны». Sprengstoff - Fabrik. Waren: Sprengstoffe, Sprengkörper, Sprengpulver. Sprengsalpeter, Schießpulver und zugehörige Patronen, Geschosse, Munition, Zündhütchen, Zündsätze, Feuerwerkskörper.

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Walsrode. In das hieſige Handelsregister Fol. 133 und 134 iſt zu der Firma Wolff & Co in Walsrode heute Folgendes eingetragen:
Durch Beſchluß der Generalverſammlung der Kommanditiſten der Kommanditgeſellſchaft auf Aktien Wolff & Co zu Walsrode vom 15. Juni 1894 iſt der Geſellſchaftsvertrag dahin abgeändert:
Das Unternehmen iſt ausgedehnt auf Betheiligungbei gleichen oder verwandten Geſchäften. Die Dauer des Unternehmens iſt ausgedehnt bis zum 30. Juni 1925. Die Bekanntmachungen erfolgen nur durch den Reichs⸗Anzeiger und durch eingeſchriebene Briefe den in das Aktienbuch eingetragenen Inhabern von Kommanditantheilen. Die Mitgliederdes Aufſichtsraths ſind:
General⸗Direktor Heidemann zu Köln,
Juſtiz⸗Rath Abel zu Hannover,
Bankdirektor Königs zu Köln.
Walsrode, den 4. Oktober 1894.
Königliches Amtsgericht.



Торговые знаки фирмы Wolff & Co зарегистрированные в 1883, 1893, 1894 и 1895 году.
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Торговые знаки фирмы Wolff & Co зарегистрированные в 1905, 1902, 1912 годах.

« Последнее редактирование: 17 Декабрь 2025, 11 : 29 : 25 от Читатель »

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Торговые знаки фирмы Vereinigte Köln-Rottweiler Pulverfabriken.

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Химик Йозеф Лауфф изобретает пластоменит — плавкую массу, получаемую путем растворения нитроцеллюлозы в нитротолуоле, которая после затвердевания напоминает кость и может обрабатываться, и использоваться как слоновая кость. При добавлении носителя кислорода (например, в сочетании динитротолуола с коллодиевой ватой и солью азотной кислоты) создается очень эффективное взрывчатое вещество, которое в гранулированной форме особенно популярно в качестве малодымного охотничьего пороха. Пластоменит производится на заводе H. Güttler в Райхенштайне.

Реклама Пластоменита:
PLASTOMENIT rauchloses Pulver (gefahrlos im Gebrauch), wird in den folgenden Sorten bis zu den grössten Quantitӓten auf meiner Fabrik Jessen, Kreis Sorau, Regbez. Frankfurt a./O. hergestellt:
J. C. P. Jagdpulver, nur in gebrauchsfertigen Centralfeuer-Patronen.
J. S. P. Jagdpulver nur in gebrauchsfertigen Patronen: System Stiftfeuer, Dreysc- u. Teschner-Zündung.
B. P. Büchsenpulver (für Scheibe Pirsch), lose in Flaschen und gebrauchsfertigen Patronen.
R. P. Revolver- und Pistolen-Pulver in fertigen Patronen.
F. P. Flobert-Pulver.
K. M. P. Kleinkaliber Militärpulver.
G. P. Geschütz-Pulver.
Special-Preisverzeichnisse stehen auf Wunsch zu Diensten.
W. Güttler, Pulverfabrik n, Reichenstein, Schlesien.


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In Deutschland besteht kein staatliches Monopol, jedoch hat die wirtschaftliche Entwicklung zur Kartellierung der Privatindustrie geführt. Zunächst wurde das Schwarzpulver von Pulvermüllern innerhalb der Städte erzeugt; im Jahre 1360 geriet das Rathaus zu Lübeck durch die Nachlässigkeit derer „qui pulveres pro bombardis parabant“ in Brand; es scheint, dass man 200 Jahre lang die Herstellung von Pulver in bewohnten Stadtteilen geduldet hat. Später ergingen Verordnungen, so z. B. im Jahre 1528 in Breslau, wonach kein Pulver mehr in der Stadt gemacht werden solle. Die Pulvermühlen wurden dann hauptsächlich an solchen Orten angelegt, wo grössere Wasserkräfte zur Verfügung waren. Eine der ältesten deutschen Pulverfabriken dürfte wohl jene von W. Güttler zu Reichenstein (Preuss. Schlesien) sein; der von dem jetzigen Inhaber, Kommerzienrat Hermann Güttler anlässlich des 200jährigen Jubiläums heraus¬ gegebenen Festschrift entnehmen wir das Duplikat der Erlaubnis-Urkunde vom 18. Juni 1695.
Diese Pulvermühlen bestehen noch heute als Eigentum der Firma W. Güttler bei Maifritzdorf-Follmersdorf-Heinrichswalde im Reg.-Bez Breslau, Kreis Frankenstein in Schlesien ; eingehendere Details finden sich in der erwähnten Jubiläumsschrift, welche auch zahlreiche Abbildungen enthält.
Von langem Bestand sind auch die Werke von Cramer und Buchholz; diese Fabrik wurde gegen 1760 — 1770 von Johann Hermann Cramer in Rönsahl in Westfalen gegründet; 1826 teilte sich die Fabrik in die Firmen Cramer & Buchholz und Carl Theodor Cramer, welch letztere 1851 nach dem Tode des Inhabers an die Firma Cramer & Buchholz überging, deren einziger Inhaber mittlerweile der Kommerzienrat Carl Friedrich Buchholz geworden war; im Jahre 1873 wurde die Fabrik von Johann Hampe Nachf. in Rübeland angekauft und dort eine Zweigniederlassung gegründet.
1892 wurde die Firma umgewandelt in Cramer & Buchholz, Pulverfabriken mit beschränkter Haftung.
Eine andre alte Pulverfabrik wrar die im Jahre 1793 gegründete von L. Ritter in Hamm in Westfalen, welche jedoch später von den Köln-RottweilerPulverfabriken aufgekauft wurde.
Ebenfalls alten Bestandes ist die Pulverfabrik von Wolff & Co. in Walsrode in Hannover, welche jetzt als Kommanditgesellschaft auf Aktien mit einem Kapital von 1.100.000 Mk. betrieben wird.
Die auch schon lange existierende Pulverfabrik der Familie Martin in St. Ingbert wurde im Jahre 1898 unter der Firma Pfälzische Pulverfabriken, Akt.-Ges. in St. Ingbert in eine Aktiengesellschaft verwandelt ; diese Gesellschaft, welche mit einem Aktienkapital von l1/2 Millionen Mark arbeitet, erwarb dann auch von der Firma Raab Karcher & Co. die in Schopp in der Pfalz gelegene Pulverfabrik und richtete dieselbe neu ein.
Die im Jahre 1886 gegründete Rheinisch- Westfälische-Sprengstoff-Aktien-Gesellschaft in Köln (Fabrik in Rönsahl u. s. w.) ist aus der im Jahre 1784 gegründeten Rönsahler Pulverfabrik hervorgegangen.
Die Pulverfabrik Tinsdal in Holstein, Akt.-Ges. mit dem Sitze in Hamburg betreibt eine an der Elbe gelegene, früher der Firma Klee und Köcher gehörige Pulverfabrik mit einem Aktienkapital von 150.000 Mk.
Noch zu erwähnen sind die staatlichen Pulverfabriken in Spandau, Hanau und Ingolstadt. Die Herstellung des Schwarzpulvers aus Salpeter, Kohle und Schwefel auf dem Wege rein mechanischer Vermischung stellte keine zu grossen Anforderungen an das technische Können und so konnten diese F abriken gut von Offizieren geleitet werden, die als Leutnants zu Direktions-Assistenten, als Hauptleute zu Unterdirektoren, als Stabsoffiziere zu Direktoren der einzelnen Fabriken avancierten; einzelne Offiziere, wie General Küster, Oberst Castenholz u. A. erwarben sich hiebei einen besonderen Namen.
Die neuen Erfindungen auf dem Gebiete der Explosionstechnik haben auch hier neue Bedürfnisse gezeitigt, und es wrnrde auf den Bat von General Küster in Spandau ein für Chemiker und Physiker bestimmtes Militär- Versuchsamt (früher Versuchs-Stelle für Sprengstoffe benannt).
« Последнее редактирование: 08 Июнь 2026, 16 : 02 : 38 от Читатель »

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50 Jahre Wasag
Entwicklung und heutige Stellung
Das fünfzigjährige Jubiläum, das die Westfälisch-Anhaltische in Berlin in diesen Tagen feiern kann, wird getad bei unsereh Lesern besonderes Interesse finden. Ging doch die Gründung dieser großen chemischen Gesellschaft, deren Aktienkapital sich seit 1892 vervielfaltigt hat, zum güten Teil auf das Bestreben von Persönlichkeiten des westdeutschen Bergbaues zurück, die zur Fortentwicklung der Bergwerkssprengstoffe und Hebung der Grübensicherheit eine eigene Sprengstoffgesellschaft gründen ließen. Für eine solche Gesellschäft rein deutschen Charakters sprach zudem die Tatsache daß in jener Zeit fast alle führenden Sprengstoffgesellschaften zum Konzern der englischen „Nobel Dynamite Trust Co.“ gehörten. In der Liste der Gründer der Wasag findet man aus dem Revier die Namen bekannter rheinischer Familien wie Poensgen, Stinnes, Waldthausen u. a., die ihre Aktien z. T. bis heute behalten haben und noch heute im Aufsichtsrat vertreten sind, det sich sonst aus den Leitern drosser mit der Wasag eng verbundener Unternehmen zusammensetzt.
Lange Kämpfe und Prozesse mit dem Dynamit-Trust und den anhaltischen Behörden gingen der ersten im Braunkohlengebiet errchteten Fabrik voraus. Der Dynamit-Trust ließ nichts unversucht, der neuen Gesellschaft Schwierigkeiten zu bereiten, sei es, daß er ihr durch Aufkauf der benachbarten Grundstücke in Anhalt, durch Aufkauf von Grundstücken und Abbaugerechtsamen das Arbeitsfeld einengte, sei es, daß er später mit Hilfe seiner Preispolitik die Wirtschaftlichkeit der Wasag zu kintertreiben suchte. Aber eigene Rohstoffanlagen hälten zür schnellen Uberwindung solcher Machenschaften und auch zur völligen Auschaltung des Dynamit-Trusts, von dem man bis dahin in der Belieferung abhängig gewesen war. Von Mitteldeutschland ging die Wasag alsbald auch an die Ruhr und setzte sich trotz neuer Gegenaktionen gegen „the Coswig geople“ durch. Eine der Hauptaufgaben der Wasag bestand darin, für die Kohlengruben zum Schutze des schaffenden Bergmanns Sprengstoffe zu entwickeln, die die Gefahren der Kohlenstaubexplosionen und die Zündung von schlagenden Wettern verhinderten. Die Etgebnisse längjähriger Forschungsarbeit der Wasag auf diesem Gebiete haben bei der Entwicklung der Sprengstoff-Chemie richtunggebend mitgewirkt. Die Arbeiten in den Kohlen-, Erz- und Kaltbergwerken, Steinbrüchen usw. und zahlreiche Vorhaben der Neuzeit, wie Tunnelbauten für Eisenbahnen, Moor- und Felssprengungen für Straßen und Autobahnen, könnten nur unter Verwendung von Sprengstoffen in kurzen Fristen unter größter Arbeitsersparnis durchgeführt werden.  Bald nach ihrer Gründung hat sich die Wasag in besonderem Ausmäße auch militärischen Aufgaben zugewandt. Die Wasag war von vornherein auf die Unabhängigkeit von ausländischen Rehstoffen bedacht. So konnten Gefahren die der Weltkrieg auf dem Gebiete der Munitionserzeugung gebracht hätte, vermieden werden. Er hatte zu dem eine außerordentliche Erweiterung der Anlagen zur Folge, von denen erhebliche Teile nach Versailles stillgelegt und zerstört werden mußten. Eine schwierige betriebliche Umstellung war die weitere Folge des Versailler Diktates für die Werke, von dehen nür eines zur Herstellung von militärischen Pulvern und Sprengstoffen zugelassen wurde. Die Gesellschaft wandte sich in den folgenden Jahren mehr anderen chenischen Erzeugnissen zu und konnte auf dem Gebiete der technischen Nittezellulose bei der Herstellung von Collodium-Film- und Lackwollen eine führende Stellung erreichen.
Neben der Herstellung von Zelluloid, Jagdpatronen, Schwefelsäure und sonstigen Ausgangsstoffen der chemischen Industrie beschäftigte sie sich ferner mit der Erzeugung und Fortentwicklung von Phosphatdüngemitteln und dehnte ihre Interessen dieser Art durch Beteiligung   an einschlägigen Gesellschaften aus (Meyer & Riemann AG, Union Fabrik Chemischer Produkte, Stettin, Chemische Produkten-Fabriken Pommerensdorf-Milch, Guanowerke). Daneben erweiterte sie ihr Täligkeit auf dem Zeiluloid- und Sprengstoffgebiet. Die verfolgte vorsichtige Bilanzpolitik läßt die Kapitalberichtigung um 100% auf 50 Mill. RM erkennen. Für die Dividendenbemessung dienten seit jeher nur die Erlöse aus der zivilen Produktion als Grundlage, der sonstige Gewinn wurde zur Stärkung der Anlagen benutzt. Se konnten schon im Weltkriege die vom Staate gestellten Aufgaben ohne Inanspruchnahme von Staatsmitteln gelöst werden. Das ist so geblieben auch unter dem Vierjahresplan und während des jetzigen Krieges, obwohl das Aufgabenprogramm eine außerordentliche Ausdehnung erfahren hat. Wenn man von einer Staatseinwirkung überhaupt sptechen kann, so besteht sie lediglich in der wissenschaftlichen und technischen Zusammenerbeit zwischen den Fachleuten der Wehrmacht   und denen der Wasag, die die Lösung zahlreicher neuer Aufgaben oft in überraschend kurzer Zeit ermöglichte. Heute wäre es verfrüht über die Kriegsleistung der Wasag zu berichten, das bleibt einen späteren Zeit vorbehalten. Gewiß ist aber ihr Beitrag bedeutend.
(Kölnische Zeitung, 18.11.1941)



Westfälisch-Anhaltisch Sprengstoffe Act.-Ges.
Haupt-Bureau: WITTENBERG, Bez. Halle a. S.
Fabrik in REINSDORF bei Wittenberg.
Anlagen für Salpeter, Collodium, Schiesswolle, Nitrocellulose, rauchschwaches Schiesspulver, Sprenggelatine, Gelatine-Dynamit, Guhr-Dynamit, Wetterdynamit, Westfalit, Roburit, Securit, brennbaren Salpeter, Zündschnüre, Sprengkapseln.
Fabrik in COSWIG in Anh.
Anlagen für Salpeter, Collodium, Nitrocellulose, Salpetersäure, Sicherheitssprengstoffe, Dynamit.
Fabrik in SINSEN bei Recklinghausen i. W.
Anlagen für Sicherheitssprengstoff Westfalit; eigene Schlagwetterversuchstrasse, Versuchsstation für Herstellung neuer Sprengstoffe.

Торговые названия Stabilit  и «Wasagit» фирма  Westphalische Anchaltische Sprengstoff-Aktiengesellschaft   зарегистрировала для своей продукции в 1910 и 1922 году.

Торговые знаки, зарегистрированны фирмой Westphӓlische Anchaltische Sprengstoff Sprengstoff-Aktiengesellschaft в 1901, 1906 и 1908 году.

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1877 год; торговые знаки фирмы «Крамер и Бухгольц».


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Rheinisch-Westfälische Sprengstoff-Akt.-Ges. in Köln,
mit Fabriken in Rönsahl, Troisdorf, Nürnberg und Stadeln.
Gegründet: 30. 9. 1886; eingetr. 11. 1. 1887.
Zweck: Fabrikation u. Vertrieb von Dynamit, Pulver u. sonst. Sprengstoffen, Munition u. Zündmitteln, insbes. von solchen Sorten, welche im Bergbau Verwendung finden, sowie der Betrieb aller sich hieran anschliessenden Geschäfte. Die Ges. besitzt u. betreibt folgende Fabriken:
1) Dynamitfabrik in Rönsahl, die alle Sorten von Nitroglycerin-Sprengstoffen herstellt;
2) Fabrik für Schiesswolle, Collodiumwolle, rauchlos. Pulver u. Celluloid in Troisdorf;
3) Fabrik f. Militärmunition, Fahrradteile sowie Press-, Zieh- u. Stanzartikel in Troisdorf;
4) Sprengkapselfabrik in Troisdorf;
5) Fabriken für Zündhütchen, Flobert- u. Jagdmunition in Nürnberg u. Stadeln.
Grundbesitz zus. ca. 39 ha. 1911 durchschnittl. 1671 Arbeiter u. Arbeiterinnen. Lohnsumme M. 2017 846 inkl. Beamtengehälter. Die Ges. ist bei der Transvaal-Dynamit-A.-G., ferner bei der Siegener Dynamitfabrik (A.-K. M. 300 000), deren Verwalt. die Colner Ges. führt, mit nom. M. 152 000 in Aktien u. bei der Fabrik elektr. Zünder G. m. b. H. in Cöln (St.-Kap. M. 150 000) mit einer Einlage v. M. 67 500 beteiligt.
Die Ges. und die Act.-Ges. Siegener Dynamitfabrik sind als Rhein-Siegener Gruppe im Jahre 1894 in ein Vertragsverhältnis mit dem sogen.,General-Kartell" getreten, dem folg. Gesellschaften: 1) Ver. Köln-Rottweiler Pulverfabriken, 2) Cramer & Buchholz Pulverfabriken m. b. H. in Rönsahl u. Rübeland, 3) Wolff & Co. Commandit-Ges. auf Aktien in Walsrode, u. die zur Gruppe der Nobel Dynamite Trust Company, Limited, gehörigen Dynamitfabriken, nämlich: 4) Dynamit-Act.-Ges. vorm. Alfred Nobel & Co. in Hamburg, 5) Rheinische Dynamitfabrik in Opladen, 6) Deutsche Sprengstoff-Act.-Ges. in Hamburg, 7) Dresdner Dynamitfabrik in Dresden angehören. Diesem „General-Kartell" ist auch die Nobel Dynamite Trust Company, Lim., für ihre ausserdeutschen Ges., worunter Nobels Explosives Comp. Lim. in Glasgow die bedeutendste ist, beigetreten. Zwischen dem „General-Kartell" einerseits und der Rhein-Siegener Gruppe" andererseits besteht eine Interessengemeinschaft, nach welcher die „Rhein-Siegener Gruppe" am Schluss eines jeden Jahres dem „General-Kartell" ihr gesamtes Geschäftsergebnis überweist. Dagegen vergütet das General-Kartell" der Rhein-Siegener Gruppe" eine Summe, die sich aus Gewinn-Quoten für Abschreib., Div. u. Tant. zusammensetzt.




Торговые знаки фирмы  Rheinisch⸗ Westfälische Sprengstoff Aktiengesellschaft in Köln a. Rh.

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Pulverfabrik Forchheim in Sachsen.

Lengefeld. (Gerichtsamt.) Am 16. Dezember.1878
Fol. 52. Freiherrlich von Biedermannʼſche Pulverfabrik in Forchheim; Inhaber Rittergutsbeſitzer Gener.⸗Major z. D. Moritz Oscar Freiherr von Biedermann in Niederforchheim; Prokuriſt Friedrich Auguſt Joſef Kaiſer gen. Keller.
Ленгефельд. (Судебная канцелярия.) 16 декабря 1878 г.
Фол. 52. Пороховой завод барона фон Бидермана в Форхгейме; Владелец: владелец поместья генерал-майор (в отставке) Мориц Оскар барон фон Бидерманн в Нидерфорххайме; Уполномоченное лицо с подписью: Фридрих Август Йозеф Кайзер, также известный как Келлер.

Lengefeld. 
Am 23. März. 1899
Fol. 102. A. von Herder'ſche Pulverfabrik Forchheim i / S. in Forchheim, Inhaber Kurt Arthur von Herder in Dresden.
Ленгефельд.
23 марта 1899 г.
Фол. 102. Пороховой завод А. фон Гердера Форхгайм и/С. в Форхгейме, владелец Курт Артур фон Гердер в Дрездене.

Lengefeld, Erzgeb.
Auf Blatt 102 des Handelsregiſters für das unterzeichnete Amtsgericht, die Firma „A. von Herderſche Pulverfabrik Forchheim i. S.“ in Forchheim i. S. betr., iſt eingetragen worden, daß der bisherige Inhaber ausgeſchieden und der unmündige Hans⸗Wolf Gottfried von Herder in Niederforchheim Inhaber iſt.
Lengefeld, den 6. Juli 1910.
Königl. Amtsgericht.
На странице 102 торгового реестра нижеподписавшегося окружного суда, касающейся компании «A. von Herder'sche Pulverfabrik Forchheim i. S.» в Форххайме, внесена запись о том, что предыдущий владелец отказался от своих прав, и теперь владельцем является несовершеннолетний Ханс Вольф Готфрид фон Гердер из Нидерфорххайма.
Ленгефельд, 6 июля 1910 г.

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