Автор Тема: Zündhütchen und Munitionsfabrik Dreyse & Collenbusch.  (Прочитано 884 раз)

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Zündhütchen und Munitionsfabrik Dreyse & Collenbusch.
« : 30 Май 2025, 10 : 57 : 10 »
Dreyse & Collenbusch, Zündhütchen u. Munitionsfabrik in Sömmerda (Thüringen), hervorgegangen 1877 aus einer Filiale der seit 1809 in Erfurt bestehenden Motallgießerei von Friedrich Kronbiegel. Seit 1818 war Dreyse im Geschäft tätig, schied aber 1849 aus. Die Firma hat bis zur Errichtung der königlichen Munitionsfabriken den gesamten Bedarf an Zündhütchen für die preußische Armee u. die Heere anderer deutscher Staaten geliefert. Gegenwärtig werden hauptsächlich Geschütz. u. Geschoßzündungen dort angefertigt.
(Handbuch für Heer und Flotte Enzyklopädie der Kriegswissenschaften und verwandter Gebiete. Dritter Band.  1911)

Торговые знаки фирмы Dreyse & Collenbusch, зарегистрированные в Германии в 1896, 1900 и 1901 году.


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Re: Zündhütchen und Munitionsfabrik Dreyse & Collenbusch.
« Ответ #1 : 30 Май 2025, 14 : 48 : 11 »
Sömmerda,
Stadt, 2½ Meilen nordöstlich von Erfurt, mit Kreisgerichts-Commission und 6000 Einwohnern.
Dreyse u. Collenbusch, Fabrik von Zündhütchen, Lefaucheux, Lancaster-Patronen, Fensterbeschlägen und Nieten.
Die heutige Firma Dreyse u. Collenbusch in Sömmerda, deren Chef der Königl. Preuss. Commissions-Rath August Kronbiegel-Collenbusch ist, verdankt ihren Ursprung dem Vater des jetzigen Inhabers, dem Fabrikbesitzer Friedrich Kronbiegel, welcher 1809 in Erfurt eine Fabrik, in welcher namentlich Metallknöpfe und Nägel gefertigt wurden, gründete. Nach den deutschen Befreiungskriegen wuchs das Kronbiegel'sche Etablissement, welches namentlich auch Lieferung für die Preussische Armee übernommen hatte, so sehr, dass eine Vergrösserung der Fabrik nöthig wurde.
Im Jahre 1816 wurde Nicolaus Dreyse, der nach seiner Rückkunft von Paris sich selbstständig schon in Sömmerda etablirt hatte, als Gesellschafter aufgenommen und dort eine zweite Fabrik, unter der Firma Kronbiegel und Dreyse gegründet.
Als im Jahre 1819 Friedrich Kronbiegel starb, heirathete dessen Wittwe 1821 den derzeitigen Geschäftsführer Carl Collenbusch. Die Fabrik in Erfurt wurde aufgegeben, alle Kräfte in Sömmerda concentrirt und die Firma Kronbiegel u. Dreyse in Dreyse u. Collenbusch umgewandelt. Jetzt begann hier eine erneute Thätigkeit und während sich Dreyse als geistvoller Erfinder und Constructeur in der Fabrik beschäftigte, suchte Collenbusch als tüchtiger Kaufmann das Etablissement auf jede Weise zu heben.
Dies gelang auch vollständig und bald wurde, nachdem man durch den beendeten Freiheitskrieg die Nothwendigkeit erfasst hatte, statt der bisherigen Feuerschlossgewehre ein Percussions - System einzuführen, die grösste Aufmerksamkeit der neuen Zündmethode: dem Zündhütchen zugewandt, und dem Eisenwaarengeschäft noch eine Gewehr-Munitions- und Zündhütchen-Fabrik zugefügt.
Mit Beihülfe des Apothekers und Chemikers Baudius in Sömmerda wurde ein neues Zündpräparat zum Füllen der Kupferhütchen erfunden, und 1824 erhielt die Firma Dreyse u. Collenbusch hierauf ein Patent nebst der Berechtigung als alleinige Lieferanten von Zündhütchen für Preussische Armeen. Auch fast für alle übrigen deutschen Staaten wurden von der Fabrik die Lieferungen von Militair - Munitions - Artikeln und Zündhütchen übernommen.
Nachdem durch König Friedrich Wilhelm IV die Einführung des von Nicolaus Dreyse erfundenen Zündnadelgewehres 1841 für die Preussische Armee angewendet worden war, wurde 1841-42 eine besondere Gewehrfabrik angelegt. Behufs Führung desselben schied jetzt Nicolaus Dreyse aus der Firma aus und übernahm auf eigenen Namen und Risico die neu creirte Gewehrfabrik, während Carl Collenbusch das Eisenwaaren-, Zündhütchen- und Munitions - Geschäft unter der alten Firma Dreyse und Collenbusch fortführte.
Nach dem Tode desselben ging 1849 die Fabrik auf seine beiden ältesten Söhne, Adolph Collenbusch (Königl. Commissions-Rath und Ritter des Hohenzollern'schen Hausordens) und August Kronbiegel-Collenbusch (Commissions-Rath und Ritter des Rothen Adler-Ordens) über.
Adolph Collenbusch starb nach segensreichem Wirken 1865, und somit liegt heute die Direction der Fabriken dem Commissions - Rathe August Kronbiegel-Collenbusch allein ob.
Das Etablissement hat sich von Jahr zu Jahr vergrössert, und ist in der Zeit von 1827-1867 mit 11 der höchsten in- und ausländischen Preis-Medaillen auf den verschiedensten Industrie - Ausstellungen decorirt worden. Hunderte von männlichen und weiblichen Arbeitern (300) finden lohnenden Verdienst, und ist die Fabrikation gegenwärtig eine so bedeutende, dass beispielsweise ausser allen übrigen Militair- und sonstigen Jagd-Munitions-Artikeln nur allein täglich eine halbe Million Jagd-Zündhütchen gefertigt werden
Bei Einführung der gezogenen Geschütze wurde 1858 Seitens der Artillerie-Prüfungs-Commission in Berlin an die Fabrik die Aufforderung gerichtet, Zündhütchen für die Geschosse gezogener Geschütze zu construiren, welche beim Aufschlagen des Geschosses den innern Satz desselben entzündeten. Nach vielfachen Versuchen gelang diess und werden seitdem die betreffenden Sprenghütchen für die gesammte Artillerie einzig nur aus diesem Etablissement bezogen.
In der allerneusten Zeit gaben die vielfachen Erfindungen von Hinterladungs-Gewehren zu den interessantesten Versuchen Veranlassung und wurden ausser der Munition für ältere auch solche für die Systeme Flobert, Lefaucheux, Lancaster, Henry, Lindner, Remington, Snider, Chassepot, Wörndl u. A. gefertigt.
Wohl wenige Etablissements dürften sich eines solchen Welt-Rufes erfreuen, und wo überhaupt ein Verständniss für ein Gewehr existirt, sind gewiss auch die Fabrikate von Dreyse u. Collenbusch in Sömmerda bekannt und gewürdigt.
(Handbuch der Leistungsfähigkeit der gesammten Industrie Deutschlands, Oesterreichs Elsass-Lothringens und der Schweiz. Sandler, Christoph. Leipzig:  1873)

Реклама в справочнике Export-Hand-Adressbuch von Deutschland: nebst General-Zoll-Tarif aller Staaten und Kolonien. 1894/95. Berlin: 1894.
Дрейзе и Колленбуш, Зёммерда около Эрфурта.
Фабрика по производству капсюлей, боеприпасов и заклепок.
Экспорт во все страны.
Телеграфный адрес: Dreyse-Collenbusch.
Награжды на всех посещенных выставках.




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Re: Zündhütchen und Munitionsfabrik Dreyse & Collenbusch.
« Ответ #2 : 31 Май 2025, 07 : 34 : 08 »

Sömmerda, Bekanatmachung.
In unser Geselschaftsregister ist eingetragen:
Spalte 1: Iaufende Nr. 14.
Spalte 2: Firma der Gesellschast: Munitions und Waffenfabriken Sömmerda A. G. vormals von Dreyse.
Spalte 3: Siß der Gesellschaft: Sömmerba.
Spalte 4: Rechtsverhältnisse der Gesellschaft:
Die Gesellschaft ist eine Aktiengesellschaft. Der Gesellschastsvertrag datiert vom 19. Januar 1899.
Gegenstand des Unternehmens bezw. der Zweck der Gesellschaft ist die Fabrikation von Waffen, Munition, Metallwaaren und Maschinen aller Art, der Handel mit Artikeln dieses Gewerbszweiges, der Erwerb der bisher unter den Firmen „N. von Dreyse" und  „F. von Dreyse Maschinenfabrik und Eisengießerei" in Sömmerda betriebenen Fabrikgeschäfte nebst allem Zubehör an Grundstücken, Gebäuden, Wasserkräften, Pulverthurm, Beschußeinrichtungen, Maschinen, Utensilien, Vorräthen, Fabrikaten und Pertinenzien aller Art und die ganze oder theilmeise Ümgestaltung und Ginrichtung der Anlage für die Zwecke der Gesellschaft.
Die Fabrikation kann auch an anderen Orten betrieben und es können zu diesem Zweck Fabrikanlagen hergeftellt oder gepachtet werden. Die Gesellschaft ist zu allen mit ihrem Geschäftszweig zusammenhängenden Geschäften, auch zu der Erwerbung, Pachtung, Wiederverwerthung von Grundstücken, Fabrikanlagen und dergl., sowie sur Erwerbung, Ausbeutung und Veräußerung von Patenten und dergl. berechtigt. Sie kann Zweigniederlassungen an anderen Orten im In und Auslande errichten und sich bei anderen Gesellschaften betheiligen.
Das Grundkapital beträgt 1600 000 M. Dasselbe ist eingetheilt in 1600 auf den Inhaber lautende Aktien über je 1000 M. Die Gründer haben sämmtliche Aktien übernommen.
Das Unternehmen ist auf eine gewisse Zeit nicht beschränkt. Såmmtliche Aktien gewähren gleiche Rechte.
Der Vorstand besteht aus einer Person oder aus mehreren Mitgliedern. Er wird vom Aussichtsrath bestellt. Letzterer ordnet auch etwaige Stellvertretung von Vorstandsmitgliedern an.
Die Bekanntmachungen der Gesellschaft gescheben unter der Ueberschrift der Gesellschaftsfirma und mit der Unterschrift des Vorstands oder des Aufsichtsraths, je nachdem sie von ersterem oder letsterem ausgehen. Sie erfolgen durch einmaligen Abdruck im Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
Der Auffichtsrath kann anordnen, daß die Bekanntmachungen der Gesellschaft auch noch in anderen Blättern erfolgen sollen. Die Gültigkeit ber Bekanntmachungen wird jedoch dadurch, daß fie in diesen anderen Blättern überhaupt nicht oder nicht rechtzeitig erfolgen, nicht beeinträchtigt.
Alle Ürkunden und schriftlichen Erklärungen sind für die Gesellschaft verbindlich, wenn sie mit der Firma der letzteren unterzeichnet oder unterstempelt sind und, wenn der Vorstand aus einer Person besteht, deren Unterschrift oder die zweier Prokuristen, und wenn der Vorstand aus mehreren Mitgliedern besteht, die Unterschrift zweier Mitglieder des Vorstands oder eines Vorstandsmitgliedes und eines Prokuristen oder zweier Prokuristen tragen.
Die Berufung der Generalversammlung erfolgt seitens des Vorstands oder des Vorsitzenden des Aussichtsraths oder dessen Stellvertreters unter Angabe der Lagesordnung durch öffentliche, mindestens 18 Lage vorher zu erlassende Bekanntmachung. Der Tag der Bekanntmachung und derjenige der Bersammlung ist bei Berechnung dieser Frist nicht mitzuzählen.
Die Gründer der Gesellschaft sind:
 1) Der Leutnant a. D. Johann Nicolaus von Dreyse, Rittergutsbesißer und Fabrikant su Sömmerda,
2) die zu Düsseldorf unter der Firma „C. G. Trinkaus" bestehende offene Handelsgeselschaft,
3) die zu Frankfurt am Main unter der Firma „ von Erlanger & Sõhne" bestehende offene Handelsgesellschaft,
4) die zu Frankfurt am Main unter der Firma „Gebrüder Sulzbach" bestehende offene Handelsgesellschaft,
5) die zu Berlin unter der Firma „C. Schlesinger Trier & Gie." bestehende Kommanditgesellschaft auf Aktien,
6) die zu Düsseldorf unter der Firma Rheinische Metallwaaren und Maschinenfabrik" bestehende Aktiengeselschaft,
7) der Geheime Baurath Heinrich Ehrhardt Fabrikant und Kaufmann zu Düsseldorf.
Von denselben hat der zu 1 genannte Johann Nicolaus von Dreyse auf das Grundkapital folgende Einlagen gemacht, die nicht in Baarzahlungen bestehen:
A. die nachbezeichneten Grundstücke, gelegen
a. im Gemeindebezirk Sömmerda und eingetragen im Grundbuche von Sömmerda Band sechzebn (XVI) Artikel achthundert (800) in der ersten Abtheilung unter den laufenden Nummern eins (1), zwei plus drei a. (2+3 a.), zwei plus drei b. (2+3 b.), zwei plus drei cс. (2+3 с.), zwei plus drei d. (2+3 d.), zwei plus drei e. (2+3 e.), vier a. (4 a.), vier b. (4 b.), fünf bie einschließlich zehn (5 bis einschließlich 10), elf a. (11 a.), elf b. (11 b.), zwölf (12), dreizehn (13), vierzebn (14) und fünfzehn (15) nämlich:
1) Flur 20 Parzellennummer 62/8, Flurabtheilung „Dreysestraße Nr. 7", Hofraum, groß 12 a 49 m,
2) Flur 4 Parzellennummer 145/0,112, Flurabtheilung „Neuestraße Nr. 25a.", Gebäudefläche, groß 2 a 02 m,
3) nämliche Flur und Flurabtheilung, Parzellennummer 141/92. Hofraum, groß 3 a 22 m,
4) nämliche Flur und Flurabtheilung, Parzellennummer 142/92. Hofraum, groß 13 a,
5) nämliche Flur und Flurabtheilung, Parzellennummer 143/92, Gebäudefläche, groß 79 m,
6) nämliche Flur und Flurabtheilung, Parzellennummer 144/93, Hofraum, groß 41 m,
7) Flur 4 Parzellennummer 152/84, Flurabtheilung „Kohrhammermeg", Hofraum, groß 21 a 37 m,
8) nämliche Flur und Flurabtheilung Parzellennummer 153/84, Hofraum, groß 10 a 76 m,
9) Flur 8 Parzellennummer 267/174, Flurabtheilung „ Dreyseplatz Nr. 8", Hofraum, groß 12 a 25 m,
10) nämliche Flur und Flurahtheilung, Parzellennummer 173, Garten, groß 1 a 80 m,
11) Flur 8 Parzellennummer 268/175 zс., Flurabtheilung „Dreyseplatz Nr. 7", Hofraum, groß 1 ha 18 a 15 m,
12) nåmliche Flur und Flurabtheilung, Parzellennummer 172, Garten, groß 6 a 40 m,
13) nämliche Flur und Flurabtheilung, Parzellennummer 176, Garten, groß 8 a 70 m,
14) nämliche Flur und Flurabtheilung, Parzellennummer 178, Garten, groß 4 a 30 m,
15) Flur 8 Parzellennummer 262/20 zc., FIurabtheilung „Dreyseplatz Nr. 10", Hofraum, groß 96 a,
16) nämliche Flur und Flurabtheilung, Parzellennummer 266/183, Acker, groß 12 a 14 m,
17) Flur 5 Parzellennummer 163/115, Flurabtheilung  „Dreyseplatz Nr. 9", Hofraum, groß 88 a 10 m,
18) FIur 4 Parzellennummer 151/81, Flurabtheilung „die Mittelweide", aus Plan 470, Wiese, groß 11 a 07 m,
19) Flur 8 Parzellennummer 269/171, Flurabtheilung „Dreyseplatz Nr. 7", Garten, groß 8 a 75 m, 
20) Flur 18 Parzellennummer 15/5, Flurabtheilung „Galgentrift Pulverthurm", Hofraum,  groß 8 a 20 m,
nebft dеп auf diesen  Grundstücken aufftebenben Gebäulichkeiten, bestehend aus Wohnhäusern, Kesselhäusern, Maschinenhäusern, Maschinen-Werkstätten, Kaminen, Schmieden, Lagerhaus für Kohlen, Brückenbau, Schuppen, Magazin, Vernickelungsanstalt, Lagerräumen, Schießhütte, Patronenfabrikgebäude, Arbeitsstätte, Müble genannt, Gießeretgebäude, Schuppen für Modelle, Meisterhaus, Lokomobilienhaus, Schuppen zum Putzen, Beschußhütte, Trockenbäusern, Waschhaus, Pulver-Niederlage und allen sonstigen Gebäuden und Anlagen, 
b. im Gemeindebezirk Weißensee und eingetragen im Grundbuche von Weitzensee Band dreiundzwanzig (XXIII) Artikel elfhunderteins (1101) in der ersten Abtheilung unter der laufenden Nummer eins (1) nämlich:
Flur 9 Parzellennummer 241/6, Flurabtheilung „an der Weißenburg, aus Plan 1627 b.¹ (Kugelfang)", Acker, groß 47 a 70 m, zum Preise von 201 020 M.,
B. die auf den vorbezeichneten Grundstücken befindlichen Maschinen, Apparate, Geräthe und Utensilien zum Preise bon 150 000 M,
C. die daselbst befindlichen Betriebsmaterialien zum Preise von 10 000 M,
D. die zu Sömmerda, zu Berlin und anderen Kommissionslagern befindlichen Waarenbestände desselben zum Preise von 258 980 M.
E. die auf den obigen Grundstücken besindliche Wasserkraft zum Preise von 30 000 M
Dafür sind ihm Aktien im Betrage von 650 000 M gemährt.
Den derzeitigen Aufsichtsrath bilden:
1) Geheimer Baurath Heinrich Ehrhardt zu Düsseldorf,
2) Leutnant a. D. Johann Nicolaus von Dreyse, Rittergutsbesitzer und Fabrikant zu Sömmerda,
3) Banquier Max Trinkaus zu Düsseldorf,
4) Banquier Lorenz Zuckermandel zu Berlin, 
5) Banquier Hermann Gustav Clemens KöhIer zu Frankfurt a. M.,
6) Kaufmann Fritz Pühler zu Frankfurt a. M.,
7) Ingenieur Gustav Müller zu Düsseldorf,
8) Direktor Gustav Chrhardt, Ingenieur zu Gisenach.
Den Vorstand bildet:
Hauptmann a. D. Hans Siber, Prokurist zu Eisenach.
Revisoren: zur Prüfung des Gründungshergangs waren:
1) Justiz-Rath Franz Kramer, Rechtsanwalt zu Düsseldorf.
2) Handelskammer-Sekretär Freiherr Dr. Max von Ascheraden daselbst.
Sömmerda, den 8. Februar 1899.
Königliches Amtsgericht.
(Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger № 38, 13 Februar 1899)




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Re: Zündhütchen und Munitionsfabrik Dreyse & Collenbusch.
« Ответ #3 : 31 Май 2025, 11 : 45 : 52 »
Подробнее о заводах Дрейзе можно прочесть в книге:  BWS Sömmerda. Die wechselvolle Geschichte eines Industriestandortes in Thüringen 1816 – 1995. Dreyse & Collenbusch. Rheinmetall. Büromaschinenwerk.
https://archive.org/details/bws-sommerda-die-wechselvolle-geschichte-eines-industriestandortes-in-thuringen-1816-1995/BWS%20S%C3%B6mmerda%20-%20Die%20wechselvolle%20Geschichte%20eines%20Industriestandortes%20in%20Th%C3%BCringen%201816-1995_%28Optimized%29/mode/2up?view=theater

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Re: Zündhütchen und Munitionsfabrik Dreyse & Collenbusch.
« Ответ #4 : 01 Июнь 2025, 07 : 28 : 14 »
DREYSE & COLLENBUSCH (фирма), Sömmerda (Германия). Усовершенствования патронов. (Gen. Reg. n. 31628 - Att. Reg. vol. 62, n. 133). Промышленный патент подан 31 марта 1892 г. в 16:30 и выдан 23 апреля сроком на один год с 31 марта 1892 г.

DREYSE & COLLENBUSCH (Ditta), a Sömmerda (Germania). Perfezionamenti nelle cartuccie. (Reg. Gen. n. 31628 - Reg. Att. vol. 62, n. 133). Privativa industriale domandata il 31 marzo 1892, ore 4.30 p., e rilasciata il 23 aprile per un anno a datare dal 31 marzo 1892.
Allo scopo di evitare il colpo di ritorno dei gas della polvere al momento dello sparo, viene inserita nella cartuccia d (fig. 1), munita di foro centrale, una capsula comune con fusto allungato a (fig. 2) e testa allargata b e su di essa si applica una incudine e (fig. 3) di acciaio, ottone, bronzo e simili, la quale, alla parte inferiore che va applicata sulla capsula, è munita di una appendice o nervatura rialzata, foggiata in qualunque modo. L'incudine e dopo la costruzione della cartuccia, è inserita nella medesima, per modo che la sua appendice f riposi sulla capsula a b; però essa appoggia in modo cedevole all'urto nella cartuccia d, di guisa che può scorrere nella medesima in senso longitudinale e può penetrare colla sua appendice nella testa della capsula. L'urto del percussore spinge per conseguenza l'appendice f dell'incudine e contro la superficie della testa della capsula a b, accende quest'ultima (e quindi anche la carica) incurvandone la testa senza romperla o guastarla, e la incudine e forma una superficie di sicurezza e di tenuta della capsula verso la superficie posteriore della cartuccia, cosicchè è al tutto evitato il colpo di ritorno della carica della medesima e le sue pericolose conseguenze.
(Bollettino delle privative industriali del Regno d'Italia.  1892, Fascicolo 4.)

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Re: Zündhütchen und Munitionsfabrik Dreyse & Collenbusch.
« Ответ #5 : 01 Июнь 2025, 08 : 30 : 55 »
Central-Zünder von F. von Dreyse.
Die vorliegende unter Nr. 3036 patentirte Construction eines Centralzünders für Metallpatronen hat den Zweck, die bei den bis jetzt gebräuchlichen Constructionen der Metallmunition für Hinterladungswaffen so häufig vorkommenden Versager zu beseitigen. Fig. 1. Längsschnitt der Patronenhülse mit eingesetztem Zünder. Der Zünder A besteht aus einer cylindrischen Zündröhre a mit einer Verstärkung an dem unteren Ende. Diese Verstärkung wird von einem Zündhütchen b hermetisch umschlossen und der Raum zwischen der Röhre a und dem Zündhütchen b ist durch die Zündpille gänzlich ausgefüllt. Die Zündröhre a reicht bis weit in die Pulverladung hinein und besikt eine centrale, nach vorne sich konisch erweiternde Bohrung zum Durchlassen des Feuerstrahles. Die Metallhülse B hat in der Mitte ihres Bodens eine Bohrung, in welche genau der cylindrische Theil der Zündröhre paßt. An diese Bohrung schließt sich das Lager für das Zündhütchen, welches gleichfalls fest umschlossen wird.
Wenn der Schlagbolzen des Gewehres das Zündhütchen b trifft, so können die Theilchen der Zündpille, die von allen Seiten fest umschlossen ist, nicht ausweichen, sie werden vielmehr gegen einander gepreßt resp. gerieben, und wird dadurch ganz sicher die Entzündung der Pille bewirkt, während bei den bisher gebräuchlichen Constructionen der Centralfeuer = Metallhülsen
ein Ausweichen resp. Zerkrümeln der Pille beim Stoße des Schlagbolzens, sowie der Fehler, daß die Spitze des letzteren die des Ambosses nicht trifft, nicht ausgeschlossen ist. Der durch die enge Röhre des Zünders mit großer Intensität ausströmende Feuerstrahl der explodirenden Zündpille entzündet das Pulver genau im Centrum, begünstigt also ungemein das vollständige, schnelle Verbrennen des Pulvers, da ferner die Pille fest eingepreßt und mit der Luft nur durch die enge Deffnung der Röhre a in Verbindung steht, so wird sie so gut wie gar nicht von dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft alterirt. Endlich ist der Ersatz des Zünders nach dem Schusse und die Wiedererfüllung der Patronenhülse sehr vereinfacht und erleichtert.
(Neue militärische Blätter. Band 14. Berlin, 1879)

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Re: Zündhütchen und Munitionsfabrik Dreyse & Collenbusch.
« Ответ #6 : 01 Июнь 2025, 17 : 16 : 02 »
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« Последнее редактирование: 24 Июль 2025, 18 : 08 : 19 от Читатель »

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Re: Zündhütchen und Munitionsfabrik Dreyse & Collenbusch.
« Ответ #7 : 01 Июнь 2025, 17 : 29 : 40 »
Franz von Dreyse in Sömmerda.
Zimmerpatrone für Hinterladegewehre.
Deutsches Reichspatent vom 22. August 1883 ab.
(Mit 2 Abbildungen.)
Die Morris'schen Einlegerohre haben zwar keine bedeutenden Nachahmungen oder Verbesserungen erfahren, trotzdem aber den Erfindern ein neues Feld zu erkennen gegeben, und führten so zur Erfindung der Zimmerpatronen, welche, gleich einer gewöhnlichen Patrone in die Kammer eines Gewehres gebracht, selbst einen kurzen Lauf bilden, aus dem das Schrotkorn durch die Kraft des Zündhütchenfeuers herausgeschossen wird, ohne mit den Wänden des grossen Laufes in Berührung zu kommen.
Diese Patronen erreichten nun durch obengenannten Constructeur eine Vervollkommnung, dass in dieser Hinsicht etwas einfacheres und besseres gar nicht gedacht werden kann. Die Patrone hat genau die Form einer gewöhnlichen Metallpatrone mit Geschoss und füllt daher genau die Kammer des Laufes aus. Sie ist aus massivem Eisen, Stahl oder Kanonenmetall gedreht und der Länge nach durchgebohrt, wie aus den Abbildungen Fig. 1 und 2, welche den Längenschnitt einer solchen Patrone darstellen, ersichtlich ist. Die Bohrung ist mit fein gewundenen Haarzügen versehen und am Boden der Patrone entsprechend erweitert, um ein zu Metallpatronen allgemein gebräuchliches Zündhütchen aufnehmen zu können.
Die Neuerung des Herrn v. Dreyse bezweckt nun eine möglichst bequeme und leichte Einführung des Kügelchens in die Patrone und leichtes Auswechseln des Zündhütchens. Zu dem Zwecke hat der Patronenboden einen mässig breiten Einschnitt, (ungefähr wie die Schraubenköpfe) in welchem das aus entsprechend starkem Stahlblech gestanzte Plättchen b an dem Stiftchen d drehbar gelagert ist. Um die Patrone zu laden, wird das Plättchen b gehoben, wie in Fig. 2 dargestellt, wodurch das abgefeuerte Zündhütchen ausgehoben und die Bohrung freigelegt wird. Nachdem man in die Oeffnung a das entsprechend grosse Schrotkorn gelegt, wird das Plättchen wieder zugedrückt und bewirkt so durch seine Warze ein weiteres
Eindringen des Schrotes in die Bohrung, wonach das neue Zündhütchen in gewöhnlicher Art eingesetzt wird und an dem Plättchen den Ambos findet,
Es kann nicht bezweifelt werden, dass diese Uebungspatronen sehr bald die allgemeine Annahme finden werden, weil sie sowohl bei dem Einzellader wie bei Repetirgewehren und bei Verwendung von anhängbaren Magazinen genau wie gewöhnliche Patronen gebraucht werden und bei aller Solidität und Einfachheit so leicht wieder geladen werden können.
(Der Waffenschmied. №12, 1884)


 


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