Автор Тема: Патрон к баварской винтовке Вердера, модель 1869 года.  (Прочитано 173 раз)

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                                                      Die Patrone.
Die beim Werdergewehre angewendete Patrone ist eine sogenannte Einheitspatrone, d. h. bei ihr bildet das Zündmittel einen ungetrennten Bestandtheil der Patrone und ist selbe nach dem Muster der amerikanischen Berdan – Patrone construirt.
Die Patrone besteht:
a) aus der Pulverhülse von Messing;
b) der Pulverladung;
c) aus dem Zündhütchen;
d) aus dem Geschoß mit der Fettmischung zwischen seinen Montirungen und
e) aus einem kleinen Pappscheibchen zwischen Geschoß und Pulver.
Von der Patrone gehen etwa 16 auf das bayerische Pfund, das Stück wiegt demnach 2,01 Loth bayr.
Die ganze Länge derselben beträgt 2,37, die Hülsenlänge 1,9 rh. Zoll.
a) Die Patronenhülse ist bestimmt, die Ladung und die Zündvorrichtung in sich aufzunehmen und soll einen völlig dichten Gasabschluß gegen rückwärts bieten.
Demnach muß die Hülse genügend fest sein, um der Kraft der entwickelten Pulvergase ausreichend zu widerstehen, d. h. nicht aufzureißen, auch muß sie die nöthige Elasticität besiken, damit sie die durch den Schuß bewirkte Ausdehnung sofort wieder verliert und sich beim Auswerfen nicht stemmt.
Die Bodenfläche enthält den Raum und den Ambos für das Zündhütchen, beziehungsweise dessen Entzündung.
Am Grunde der Glocke befinden sich 4 kleine Löcher zur Uebertragung des Feuerstrahles vom Zündmittel auf die Pulverladung.
An die Glocke anstoßend zeigt die Bodenfläche einen Wulst, der den Zweck hat, die Reibung des Patronenbodens mit dem Verschlußstück zu vermindern.
Die Krempe ist durch den zwischen Glocke und Hülsenwandung eingepreßten sehr steifen Doppelboden gegen jedes Eindringen von Gasen gesichert.
b) Die Pulverladung beträgt 3,93/16 also fast 4/16 Loth bayr.
c) Das Zündhütchen ist an der Bodenfläche etwas nach außen gewölbt und trägt im Innern die in der Mitte in eine Linse gesammelte und mittelst Zinnfolie vor Verderb geschützte Explosionsmasse.
Bei der Zündung wird das Zündhütchen gegen die Spike des Ambos getrieben und hiedurch entzündet. Zu deren Sicherheit ist nothwendig, daß die Spike des Ambos schon vorher einen Eindruck in die Füllung der Linse mache.
d) Das Geschoß hat eine cylindrisch rojivale Form mit 3 Kantirungen und einer kleinen Aushöhlung am Boden, welche nur angebracht ist, um die Fabrikation zu erleichtern.
Das Geschoß sißt, soweit sein cylindrischer Theil reicht, leicht in dem Behufs dessen auf die entsprechende Länge gekröpften obern Theil der Hülse.
Von den Geschossen etwa 25½ auf's bayr. Pfund, es wiegt daher jedes Einzelne 1,26 Loth bayr.
Die Fettmischung in den Kantirungen vermindert die Reibung und befördert die Reinigung der Bohrung.
e) Das Pulverdeckplättchen ist ein Pappscheibchen und hat die Bestimmung, Pulver und Geschoß zu trennen, damit ersteres nicht durch Fett verunreinigt werde.
(Выдержка из правил обучения обращению с оружием Королевской баварской пехоты: 1869)

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                                                         Die Patrone.
Die Patrone des Werder-Gewehrs ist eine Einheitspatrone mit Centralzündung, d. h. Geschoß, Pulver und Zündung sind vereinigt und letztere ist in der Mitte des Bodens der Patronenhülse angebracht.
Die Bestandtheile der scharfen Patrone sind:
1. Das Geschoß von Blei (gepreßt), 2. das Fett, 3. die Pulverladung, 4. das Deckblättchen, 5. die Patronenhülse, 6. die Zündkapsel.
1) Das Geschoß ist cylindrisch und am vorderen Theile abgerundet: cylindro-ogival. Am cylindrischeu Theile befinden sich drei Cannelirungen und an der Grundfläche ein kleiner Hohlraum. Erstere dienen zur Aufnahme des Fettes und zur Verminderung der Neibung des Geschosses im Laufe; durch letzteren kommt der Schwerpunkt des Geschosses etwas mehr nach vorwärts und wird die Fabrikation des Geschosses beim Pressen erleichtert.
2) Das Fett soll die Pulverrückstände des vorhergehenden Schusses erweichen und die Reibung des Geschosses an den Laufwänden beim Schusse selbst vermindern.
3) Die Pulverladung beträgt 4  ³/₁₀ Gramm (nicht ganz ¼ Loth bayer.). Sie besteht aus 76 Theilen Salpeter, 10 Theilen Schwefel und 14 Theilen Kohle.
4) Das Deckblättchen, ein Scheibchen von Pappendeckel; dient zur Trennung von Geschoß und Pulver und soll das Eindringen von Pulvergasen zwischen Geschoß und Patronenhülse erschweren.
5) Die Patronenhülse, von Messing, besteht aus der Hülse und dem Verstärkungsringe.
An der Hülse unterscheidet man:
a) den engen, cylindrischen Theil;
b) den weiten, etwas kegelförmigen Theil;
c) die Kröpfung, der Uebergang ersterer beiden Theile unter sich;
d) die Krampe, der wulstige Rand der Hülse, welcher den Krallen des Auswerfers als Haltpunkt dient;
e) die Bodenfläche, eine ringförmige Erhöhung, welche dem Boden eine größere Widerstandsfähigkeit gibt und die Reibung mit der Stoßfläche des Verschlußstückes vermindert;
f) die Zündglocke, eine zur Aufnahme der Zündkapsel dienende Vertiefung;
g) der Ambos, eine kegelförmige Erhöhung, welche dem Zündstift den zur Entzündung des Zündsaßes nöthigen Widerstand leistet;
h) die Zündlöcher, vier kleine Deffnungen am Grunde der Zündglocke.
Der Verstärkungsring ist im Innern der Patronenhülse eingepreßt, er verhindert das Eindringen der Pulvergase in die hohle Krampe und macht den außerhalb des Patronenlagers liegenden Theil der Hülse widerstandsfähig.
6) Die Zündkapsel, von Messing, enthält die Zündpille und ein diese deckendes Zinnblättchen.
(Leitfaden für den Unterricht des Infanteristen der Königlich bayerischen Armee: Herausgegeben von Otto von Parseval. München: Oldenbourg, 1871).                                           

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Das bayerische Geschoss (11.51 mm. und 21.96 gr.) (Fig. 87 & 88) hat drei Cannelirungen und eine kleine conische Expansionshöhlung; die flaschenförmige Messingpatrone* ist gezogen, mit doppeltem Boden, einem nach Berdan eingeprägten, durchlochten Ambos und mit einer Zündkapsel für die Centralzündung versehen; Ladung 4,3 gr.; 83 Patronen zu 36 gr. kommen auf 3 Kilogramm.
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 * Geliefert von der Kupferhülsen- und Zündhütchen-Fabrik von H. Utendörfer in Nürnberg.

(Weygandt, Herrmann.  Die modernen Ordonnanz-Präcisionswaffen der Infanterie :
Berlin [u.a.]: Luckhardt, 1875)


 


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